LIGHT AND LACE BRAUT CATHERINE ERZÄHLT VON IHRER HOCHZEIT 2020

Unsere bezaubernde Light and Lace Braut Catherine hat sich für ihren großen Tag unser Modell ↠ W I L L O W ↞ ausgesucht und sie strahlt so besonders schön in ihrem Brautkleid. 

Ihr Brautstyling passt großartig zur ↠ W I L L O W ↞. Ein wilder Blumenstrauß und Blumenkranz runden ihren Brautlook perfekt ab. We love it! 

 

Catherine erzählt uns von ihrer Hochzeit im vergangenen Jahr 2020 und nimmt uns mit auf die Reise durch die Hochzeitsvorbereitungen, sie berichtet von Höhen und Tiefen und lässt uns teilhaben an ihren Gefühlen als Braut. Wir hoffen sehr, dass euch Catherine's Erfahrungen ermutigen und ihre Worte euch bei euren Planungen unterstützen.     

Meine Corona-Hochzeit


Ich bin Catherine, 27 Jahre alt und ich habe im vergangenen August meine Jugendliebe
geheiratet. Bereits im Sommer 2019 stand unser gesamtes Konzept, wir wollten eine
Hochzeit, die uns wie wir waren, widerspiegelte, also beschlossen wir, nahezu alles selbst
zu machen. Die Location stand schon einen Monat nach dem Antrag, ebenso die
Fotografin, der DJ und ein Teil des Caterings. Am Ende des Jahres fehlte uns nur noch
der „Burger-Wagen“. Jetzt konnten wir uns ausruhen und uns im besten Falle um Details
kümmern, die Vorfreude genießen. Dachten wir. Dann kam Corona.


Ich muss sagen, dass wir beide die ganze Zeit über überraschend optimistisch waren.
„Ach, in ein paar Monaten ist das vorbei“, „Ist ja noch lange hin bis Ende August“, „Wir sind
ja nicht auf eine Gaststätte oder so angewiesen“. Letzteres entpuppte sich tatsächlich als
sehr praktisch in Corona-Zeiten – auch wenn es mit viel mehr Arbeit verbunden ist, als
wenn man sich in ein Restaurant oder Ähnlichem einbucht und einfach sagt, was man
möchte. Wir mussten am Ende nicht unser gesamtes Konzept über den haufen werfen
und von vorne beginnen. Ein Buffet hatten wir eh nicht geplant, sondern ein „Mini
Streetfood-Festival“ mit einem Burger- und einem Pizza-Wagen und einem Crêpes-Stand
– also eh Tellergerichte ohne großes Gedränge am Buffet. Die Suppe sollte es

klassicherweise am Tisch geben. Und wir wollten viel draußen machen,

auch das kam uns entgegen.


Wir hatten uns allerdings auch einen Termin gesetzt, bis zu dem es sicher sein muss,
dass man Hochzeiten überhaupt mit mehr als zehn Personen feiern durfte, sonst würden
wir absagen. Auch war uns wichtig, sämtliche Dienstleistende vorher noch mal
abzuklappern, ob die trotz der Pandemie weiterhin am Start wären. Auf kurzfristige und
überstürzte nach Ersatz hatten wir beim besten Willen keine Lust. Sechs Wochen vorher
stand also für uns fest: Wir ziehen das durch! Wir entwickelten ein Hygienekonzept mit
Einbahnstraßenregelungen, Desinfektionsinseln und einer CandyBar mit fertig gepackten
Tüten statt der Möglichkeit, dass sich Tüten selbst zusammengestellt werden können
(weniger hübsch und nachhaltig, dafür aber Corona-konform).


Jedoch ist genau das dann genau eingetreten, was wir zu vermeiden versucht hatten: Die
Fotografin sagte uns ab (unabhängig von Corona), dem DJ war die Sache zu heikel und
die Servicekräfte wollten uns trotz vorheriger Vesicherung, sie würden weiterhin dabei
sein, nicht mehr helfen. Von all dem vorher geplanten, waren zwei Wochen vorher nur
noch die Location und der Pizza-Wagen fix. Am Dienstag vor der Hochzeit, die am
Samstag stattfinden sollte, fanden wir einen neuen DJ.


Den größten Einschnitt in meinen persönlichen Optimismus allerdings gab es bereits im
Mai, als mir die Kirche schrieb, dass sie bis Oktober keine Gottesdienste in der Kapelle
abhalten würden, in der wir geplant hatten zu heiraten. Sie ist sehr klein, wir hätten nicht
mal einen Organisten zu uns und der Pastorin reinlassen dürfen. Da ich dort schon getauft
wurde, und ich schon immer davon träumte, genau in dieser Kapelle in meinem
Heimatdorf zu heiraten, traf mich diese Absage hart. Nach einem langen hin und her und
vielen angeschauten umliegenden Kirchen später, entschlossen wir uns, die Trauung in
einem anderen Stall auf dem Gutshof abzuhalten, auf dem wir auch feiern würden. Auch
dort war es mit Abständen nicht möglich, alle Gäste mit hineinzunehmen, aber der engste
Familienkreis immerhin. Singen war leider auch nicht möglich, aber meine Schwägerin hat
gemeinsam mit der Band meines Mannes zwei Songs gesungen, zwei weitere haben wir
gehört und die Texte gelesen.

 

Unser Optimismus, unsere Hoffnung war naiv und sicherlich nicht unbedingt das
gesündeste. Natürlich gab es zwischenzeitlich auch Zusammenbrüche. Aber wir haben in
dieser ungewissen Zeit quasi unsere erste „Ehe-Krise“ durchlebt, wir haben gelernt,
zusammenzuhalten und uns gegenseitig Kraft zu spenden. Unsere Familien und
Trauzeugen waren uns auch eine große Stütze, wenn auch in völlig unterschiedlicher Art
und Weise. Von der einen Seite kam „Egal wie die Grenze letztendlich ist, wer soll das
denn vor Ort kontrollieren?“, von der anderen Seite kamen eher ängstlichere Töne. Unser
Trauzeuge hatte uns ab April geraten, direkt abzusagen und einen neuen Termin zu
suchen. Klar, das wollten wir nicht hören, dennoch war es gut, auch so jemanden um sich
zu haben, der einen auf den Boden der Tatsachen zurück holt. Heute wissen wir aber,
dass wir richtig entschieden haben – wenn auch unser neuer Fotograf einen Löwenanteil
daran hatte. Es tat gut jemanden „im Team“ zu haben, der sich auskennt mit Hochzeiten,
auch im Corona-Sommer schon zahlreiche Paare begleitet hatte und uns immer wieder
Mut zusprach. Ein weiterer ausschlaggebender Punkt bei unserer Entscheidung FÜR die
Feier war außerdem ein ganz trister: Die Omas und der Opa werden nicht jünger. Sie alle
haben sich die letzten Monate auf dieses Fest gefreut, wer weiß, ob sie eine Verschiebung
noch erleben würden. Andererseits war ebendieses Fest auch ein großes Risiko für die
Alten und Kranken. Dass wir auf dem Gut die Möglichkeit hatten, alles räumlich etwas zu
entzerren, viel zu lüften und allgemein Vieles draußen zu machen (auch bei Regen, unter
dem großen Scheunendach), war Gold wert und ließ uns in gutem Gewissen handeln.
Wir haben das Beste aus der Situation gemacht und ich muss sagen: Viel schöner hätte
es kaum sein können. Auch von unseren Gästen haben wir nur Positives gehört. Was uns
beiden am stärksten im Gedächtnis geblieben ist, war die Aussage „Es war so schön. Eine
richtige Insel des Glücks in diesen Zeiten. Das hat richtig gut getan.“

Das hörten wir von Vielen.


Sicherlich ist eine Hochzeit zu Corona-Zeiten nicht die Hochzeit, die man sich seit langer
Zeit erträumt hat, sie ist schon anders. Man muss Kompromisse machen und die
Vorfreude ist etwas gespickt mit Angst gar nicht feiern zu dürfen. Masken sind im Spiel.
Und die Party mag vielleicht etwas verhaltener sein. Jedoch überwiegt letzten Endes das
Schöne, das Glück und die Liebe. Wenn ich an unsere Hochzeit zurückdenke, erinnere ich
mich an all die fröhlichen Gesichter, die glitzernden Augen und an mein schlagendes
Herz, das hätte bersten können vor Glück an diesem Tag. Und an meine Füße, die
schwarz und schmerzend waren, vom langen barfüßigen Tanzen in dieser Nacht.